STRAHLENTHERAPIE

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Linac 0

 

Aller Guten Dinge sind ÔÇ×FünfÔÇť!

VersaHD Anfang 2014 war es endlich soweit. Der lang erwartete f├╝nfte Elektronenlinearbeschleuniger der Univ.-Klinik f├╝r Strahlentherapie ÔÇô Radioonkologie wird den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Klinik f├╝r die Behandlung von Tumorpatienten ├╝bergeben. Dem voraus gingen drei Jahre intensivster Vorbereitungs- und Planungsarbeiten und eine Bau- und Installationsphase von mehr als einem weiteren Jahr.

Der Bedarf f├╝r ein zus├Ątzliches hochmodernes Bestrahlungssystem bestand schon lange. Die Kapazit├Ąt der vier bis dato vorhandenen Elektronenlinearbeschleuniger (kurz Linac) erreichte nicht zuletzt wegen der Entwicklung der Patientenzahlen der letzten Jahre sowie der zunehmend komplexeren und zeitaufwendigeren Behandlungstechniken ihre Grenzen. Verbesserungen und Neuentwicklungen im medizintechnischen Bereich konnten aufgrund der technischen Limitationen der vorhandenen Systeme im Rahmen der Patientenbehandlung nicht angeboten werden.

Voraussetzung f├╝r den Betrieb eines solchen Linac ist vorab die Errichtung eines strahlensicheren Behandlungsraumes, eines sog. Bunkers. Teilweise mehr als einen Meter dicke Betonw├Ąnde und Decken sowie ein 13 Tonnen schweres Strahlenschutztor schlie├čen die f├╝r die Tumortherapie ben├Âtigte Strahlung im Behandlungsraum sicher ein.

Nach der Fertigstellung der umfangreichen bautechnischen Arbeiten sowie der Installation der Elektro-, Klima-, Sanit├Ąr- und Medizintechnischen Einrichtungen konnte schlie├člich im Juli 2013 das eigentliche ca. 4 Tonnen schwere Bestrahlungssystem in den Behandlungsraum eingebracht werden.

W├Ąhrend den darauf folgenden Monaten erfolgten die Komplettierung des System und seiner Zusatzeinrichtungen sowie die Integration in das medizintechnische IT-Netzwerk. Nach der Abnahme durch die Strahlenschutzbeh├Ârde konnte das Ger├Ąt an die Medizinphysiker der Klinik ├╝bergeben werden. In der Folge wurden w├Ąhrend mehrerer Wochen alle Funktionen und Sicherheitseinrichtungen des Systems auf Herz und Nieren ├╝berpr├╝ft und die physikalisch-technischen Daten des Systems als Grundlage f├╝r die so genannte Bestrahlungsplanung ermittelt. Die umfassende Einschulung des Bedienpersonals auf alle Komponenten und Teilsysteme der Anlage bildete den Abschluss der Installation.

Mit der Inbetriebnahme dieses neuen Bestrahlungsger├Ątes vom Typ ELEKTA

Versa HD steht an der Klinik Innsbruck erstmalig in ├ľsterreich und gleichzeitig als einer der ersten Kliniken weltweit der derzeit modernste erh├Ąltliche Elektronenlinearbeschleuniger f├╝r die Behandlung von Tumorpatienten zur Verf├╝gung.

Spezielle, erst mit diesem System m├Âgliche Behandlungstechniken erlauben die noch zielsicherere Anwendung ionisierender Strahlung auf die Tumorzellen im K├Ârper des Patienten bei gleichzeitig maximaler Schonung des umgebenden gesunden Gewebes und einer trotzdem f├╝r den Patienten insgesamt k├╝rzeren Behandlungszeit. Zusatzsysteme wie das ELEKTA Clarity Ultraschall-Navigationssystem oder das BRAINLAB ExacTrac-System erlauben die ├ťberpr├╝fung der Position der zu bestrahlenden Tumoren vor und w├Ąhrend der Therapie.

Gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des f├╝nften Linearbeschleunigers wird an allen Behandlungssystemen der Univ.-Klinik f├╝r Strahlentherapie ÔÇô Radioonkologie Innsbruck ein derzeit weltweit einzigartiges Sicherheitssystem zum Einsatz kommen. ELEKTA Identify ├╝berwacht laufend w├Ąhrend der Therapie den Patienten, das verwendete Zubeh├Âr zur Patientenlagerung und dessen Positionierung und verbessert damit deutlich die Patientensicherheit.