STRAHLENTHERAPIE

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Allgemeine Informationen

Die Universitätsklinik für Strahlentherapie - Radioonkologie der Medizinischen Universität Innsbruck am Landeskrankenhaus Innsbruck ist die einzige strahlentherapeutische Einrichtung in Tirol und versorgt ein Einzugsgebiet von rund 660.000 Einwohnern. Bis 1981 fiel die Strahlentherapie in den Kompetenzbereich der Univ.-Klinik für Radiologie. Mit der Neugründung eines Ordinariats für Strahlentherapie 1981 wurde der Grundstein für eine eigenständige Abteilung gelegt.
Seit 1.10.2017 wird die Klinik von
Univ.-Prof. in Dr. in
Ute Ganswindt geführt.

Von 1993 bis September 2017 lag die Leitung der Klinik in den Händen von Univ.-Prof. DI Dr. Peter Lukas unter dessen Führung entscheidende Schritte zur Erneuerung und Modernisierung der Abteillung erfolgten. Durch die Aufstockung des Personalstandes, die räumliche Ausweitung und den Erwerb moderner Geräte im Bereich der

 

 

Tele- wie auch Brachytherapie, den Ausbau der Bettenstation und die Verbesserung der Infrastruktur war die Einführung medizinischer Höchstleistungen möglich. Die Ausweitung des strahlenbiologischen Labors und Entwicklungskooperationen mit führenden Medizinprodukte-Herstellern ermöglichte die Expansion der wissenschaftlichen Tätigkeiten. Die Klinik erfreut sich guter und intensiver interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen klinisch-onkologischen Bereichen. Dies wirkt sich insbesondere aus in der Erbringung von Spitzenleistungen wie Ganzkörperbestrahlungen vor Knochenmarktransplantationen (Zusammenarbeit mit der Univ.-Klinik für Innere Medizin) und die intraoperative Bestrahlung (Zusammenarbeit mit der II. Univ.-Klinik für Chirurgie). Interdisziplinäre Tumorboard-Besprechungen sind zentraler Bestandteil des Behandlungsablaufes. Die Klinik ist an zahlreichen internationalen

 

 

Therapiestudien (Morbus-Hodgkin, Hirntumoren, pädiatrische Onkologie etc.) beteiligt. An der Universitätsklinik für Strahlentherapie - Radioonkologie werden pro Tag etwa 160 - 180 Patienten ambulant sowie stationär behandelt. Neben der Therapie von bösartigen Tumoren erfolgt auch die Behandlung gutartiger Erkrankungen sowie von Begleiterscheinungen der Tumortherapie. Das mehr als hundertköpfige Personal besteht aus dem Klinikvorstand, 13 funktionstragenden Oberärzten und Fachärzten, 10 Assistenzärzten und einer Sekundarärztin, 36 Radiologietechnologen (RT), 8 Ambulanz- und 19 Stations-Pflegekräften, 10 Medizinphysikern und 5 Technikern, 12 Administrationskräften, 4 Mitarbeiter aus den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie, Psychotherapie sowie Mal- und Gestaltungstherapie und im strahlenbiologischen Bereich einem Strahlenbiologen, einem Biomedizinischen Analytiker, einer Assistenzprofessorin (Ärztin) und Personal auf Drittmittelstellen.

 

 

Die einzelnen Bereiche der Universitätsklinik für Strahlentherapie - Radioonkologie verteilt sich über das gesamte Gelände des Landeskrankenhauses. Der Kernbereich der Teletherapie sowie die Ambulanz befinden sich im Kellergeschoss des Chirurgiegebäudes. Die Station im vierten Stock desselben. Die Brachytherapie-Station ist im Kellergeschoss der Frauen-Kopf-Klinik untergebracht und das Strahlenbiologische Labor im sog. Marienheim bzw. dem Gebäude am Innrain 66. Strahlentherapie ist fester Bestandteil der Hauptvorlesung Radiologie. Darüber hinaus wird eine Spezialvorlesung in klinischer Radioonkologie, ein strahlentherapeutisches Praktikum sowie eine Spezialvorlesung über maligne Systemerkrankungen angeboten. Eine Betreuung bei Dissertationen ist möglich. Die Klinik ist wesentlich beteiligt an der Ausbildung von Radiologietechnologen an der FH-Gesundheit im Ausbildungszentrum West.